Überlegungen zu StGIS Inspiring People Band 9 – Louis Lewitan
Stress ist wichtig und bedeutet Vitalität, erklärte Louis Lewitan, der deutsch-französische Stressexperte, Psychologe und Managementberater bei seinem Besuch in der St. Gilgen International School. In speziellen Workshops zeigte der Psychologe den Schülern Wege auf, wie sie stressige Situationen in positive Energie umwandeln können.
„Ein Leben ohne Stress gibt es nicht. Ob Sie Student, Lehrer, Profisportler oder Topmanager sind – niemand kann dem Stress entkommen.“ Der in Lyon geborene, aber in München lebende arbeitet seit vielen Jahren als Berater und Seelsorger mit einflussreichen Managern aus verschiedenen Branchen zusammen. „Es ist wichtig, zu erkennen, wie Stresssituationen uns beeinflussen und was wir tun können, um negative Energie positiv zu kanalisieren. Ein Mensch, der nicht von Stress betroffen ist, ist per Definition tot.“
Stress ist keine Krankheit und auch kein Zeichen von Schwäche.
Herr
Lewitan, der regelmäßig prominente Politiker, Unternehmer
und Künstler für das renommierte „Zeit Magazin“ interviewt, sieht Stress als normale
Reaktion auf die vielen Herausforderungen des täglichen Lebens. In der Tat kann positiver Stress
nützlich und inspirierend sein. „Stress selbst ist nicht das Problem. Stress
ist keine Krankheit und auch kein Zeichen von Schwäche. Es kommt auf
Interpretation an, vor allem aber auf die Möglichkeiten, wie wir
damit umgehen können und ob der Stress als positiv oder negativ empfunden wird“, verriet der
ausgebildete Psychologe.
Der Autor von „Stressless“ gibt folgende Ratschläge, wenn es darum geht, Stress auf positive Weise zu bewältigen: „Es ist wichtig, zwischen dem Wesentlichen und dem Unwesentlichen zu unterscheiden und Prioritäten zu setzen; sich selbst herauszufordern, aber sich nicht ständig über seine oder ihre eigenen Grenzen hinauszutreiben. Folgendes kann zu einem positiven Stressmanagement beitragen: Selbstbeherrschung, Respekt vor sich selbst und der Umwelt sowie den Menschen um uns herum.“ Louis Lewitans abschließender Rat an die Studenten war, „gelegentlich ihre Mobiltelefone auf lautlos zu stellen oder sie für eine Stunde auf die Seite zu legen.“








